Vor allem bei den Jugendlichen hängt die Kommunikation von der inneren Sicherheit ab. Manchen fällt das Reden sehr schwer. Das heisst, sie sagen schon etwas, sind aber auch mit ihren Emotionen und Ängsten beschäftigt, so dass nicht alles so aus dem Mund kommt, wie er oder sie es sich vorgestellt haben. Genau hier braucht es viel Einfühlungsvermögen, damit die Jungen nicht zusätzlich von Erwartungen erdrückt und in Denkbahnen gezwungen werden oder am Ende gar stur bei ihren Gedankengängen bleiben müssen. Das Gespräch würde sonst gestoppt. Dabei platzt das Vertrauen zum Gegenüber  und kann vielleicht nie wieder aufgebaut werden. Sind die Eltern noch beteiligt, haben sie natürlich darüber hinausgehende Erwartungen, evtl. sind Konflikte am Schwelen und die Last der Verantwortung drückt sie ebenso. In solchen Gesprächen merke ich, wieviel Kraft es braucht, um die Kräfte zu bündeln, Vertrauen zu schaffen (was Voraussetzung für die fruchtbare Beratung ist), zwischen den Parteien zu vermitteln, Lösungen zu erreichen (was die Haupterwartung ist) und eine fruchtbare Atmosphäre zu schaffen. Die grösste Erleichterung kommt am Ende des Gesprächs, wenn sich die Rat Suchenden verstanden fühlen. Auf dem Nachhauseweg besteht dann Raum für die Verarbeitung der Inputs, Ratschläge, Tipps.

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